Die Yasawas

27Juni2015

Hallo und herzlich Willkommen zu meinem letzten „Discover Australia“ basiertem Blogeintrag. Da ich mich bereits auf dem Weg nach Hause befinde um wieder in’s geregelte Leben einzutauchen, wird hier deutlich ruhiger werden, da es ja auch nicht mehr so viel zu erzählen gibt :D Aber nun lege ich erst mal los.

Letzte Woche begann mein Trip zu den „Yasawa Islands“ einer Inselgruppe bestehend aus 7 Hauptinseln, relativ unerschlossen mit ein paar Dörfern und so ca. 1-2 Resorts pro Insel. Oder die Insel ist so klein, das quasi nur der Resort da ist. Ich hab mir 2 Resorts gepickt, Octopus Resort (Waya Island) im Süden und Blue Lagoon Beach Resort (Nacula Island) ganz im Norden. Mit dem Yasawa Flyer, einem riesen Katamaran der täglich die Inselkette herauf und wieder herunter schippert, kommt man dennoch relativ zuverlässig dort an. Außerdem ist ein Transfer vom Hotel und auch wieder zurück ebenfalls eingeschlossen. Mit meinem 5 Tage „Bula Pass“ konnte ich also theoretisch so oft wie ich wollte die Fähre benutzen. Den Pass kann man auch bis zu 21 Tage kaufen, je nachdem wie viel Zeit man eben hat.

Das Wetter war leider immer noch nicht so der Brüller aber was soll’s. Es sollte, Gott sei dank, noch besser werden. Nach 2 Stunden war meine Station dann gekommen, und wir Touris wurden mit einem kleineren Boot vom Resort am Schiff abgeholt. Standesgemäß wurden wir mit Cocktails und einem Willkommens-Song besungen und herzlich begrüßt. So wie man sich das vorstellt auf einer Südseeinsel :D Ich teilte mir mit zwei Neuseeländerinnen ein kleines Häuschen mit angeschlossenem Bad und Freiluftdusche oder wie auch immer man das nennen will! Das Essen war superlecker und auch nicht zu knapp und neben einem Haufen von kostenlosen Aktivitäten, wie einem Kirchenbesuch im Dorf oder einer Wanderung auf die Bergspitze der Insel, gab es ebenfalls ein Riff direkt vor dem Resort und Schnorchel und Taucherbrille konnten günstig geliehen werden.

Am Sonntag sind wir dann auch tatsächlich in die Kirche, auch wenn der Gottesdienst logischerweise in der Landessprache gehalten wird. Der Chor hat das ganze aber erst zum richtigen Erlebnis gemacht. Tolle Stimmen mir sehr viel Power. Den Rest des Tages haben Melissa (eine Amerikanerin) und ich rumgegammelt und Abends sollte es dann noch eine Movie Night mit kostenlosem Eis und Popcorn geben. YUMMY! Und den Film kannte ich sogar noch nicht! „Blended“ hieß der Film, mal wieder eine lustige Adam Sandler-Drew Barrymore Geschichte.

Die zwei Tage vergingen wie im Flug und so fuhr ich am Montag ein paar Inseln weiter nördlich in die Blue Lagoon Region – Die ihren Namen zurecht trägt! Octopus und Blue Lagoon Resort sind Schwesterresorts, das wurde mir allerdings erst nach der Buchung bewusst :D Melissa kam von dort und so hatte ich schon ein paar Infos und der Standard war so ziemlich der gleiche. Das lustige ist, das wir so viele junge Leute waren (etliche Deutsche unteranderem) und logischerweise dann auch alle im gleichen Zimmer waren. Somit waren Mittag- und Abendessen in Gesellschaft schon mal geritzt. Da ich auf Waya Island leider nicht tauchen gehen konnte, weil es Sonntag war, hatte ich dies allerdings im Blue Lagoon Resort vor und mich dann mal direkt für den nächsten Tag eingetragen.

Wir haben uns dann nach dem Mittagessen erst mal an den Strand gefletzt und uns gesonnt, gelesen und gequatscht und unser Backpackerleben gefeiert. 2 Däninnen waren auch dabei und lustigerweise kommt der Vater von der einen aus Westerland!

Morgens sind wir dann mit dem Boot rausgefahren, haben das Equipment angelegt und dann wieder rückwärts vom Boot ins Wasser fallen lassen. Ekeliges Gefühl muss ich sagen :D Ich hasse das! Von da an wird es dann aber besser, diesmal hatte ich auch nicht so ein Problem unter Wasser zu kommen. Das Riff war ziemlich cool und neben unzähligen bunten Fischen haben wir auch einen Feuerfisch gesehen und jede Menge Korallen. Meine Flossen waren minimal zu groß (das hab ich auch nicht so häufig), was mich etwas genervt hatte aber was soll’s.

Die Anderen waren währenddessen ebenfalls sportlich aktiv und sind auf die Bergspitze geklettert. Mein 3. Englisches Buch habe ich mittlerweile auch durchgelesen und ich weis noch nicht ob ich mir heute in Seoul noch eins zulege. Bevor wir am Mittwoch Mittag schonwieder abreisen sollten, fuhren Ida, Rikke, ich und noch ein paar andere Leute vom Resort, zu den „Sawa-I-Lau Caves“. Ein Höhlensystem in dem man mit einem Guide schwimmen gehen kann. Zwischenzeitlich ein bisschen gruselig, da wir durch eine relativ enge Gasse schwimmen/tauchen mussten aber ein sehr cooler Ort.

Ben unser Guide hatte mit uns Hühnern ( wir waren 6 Mädels und 1 Typ), das ein oder andere mal etwas zu lachen. Glücklicherweise sind wir gleich morgens um 8 Uhr los, da die ganzen anderen Resorts erst um 10 Uhr kommen. Respekt aber an alle Höhlenforscher, ich hätte dafür keine Nerven :D mir hat wie gesagt schon dieses kurze Tauschen gereicht.

Danach sind wir dann wieder zurück zum Resort und haben unsere Sachen gepackt und ausgecheckt. Da der Yasawa Flyer aber erst um 13 Uhr kommen sollte, blieb uns noch ein bisschen Zeit am Strand. Trotz traumhaften Wetter hatten wir später aber ziemlich starken Seegang und selbst auf diesem großen Boot wurden wir ganz schön durchgeschaukelt. Lustigerweise habe ich dann noch ein junges deutsches Pärchen wiedergetroffen, mit denen ich mich im Octopus Resort öfters unterhalten habe und die auch nach Nadi fuhren. Durch den Seegang sind wir dann anstatt 5:45 Uhr eine Stunde später angekommen aber was soll’s. Ich hatte ja sowieso nichts mehr vor.
Meinen letzten Tag bin ich dann noch durch Nadi und seine Märkte geschlendert und habe meine Taschen gepackt und mit für FJD $5 meine Wäsche waschen lassen.

In meinem Zimmer in Nadi hatte ich dann noch eine Dänin, namens Amelie, die wie sich herausstellen sollte, mit mir für den ersten Teil der Strecke im Flieger sitzt. Sie flog allerdings weiter nach Amsterdam, während ich mich in meinem gebuchten Transitzimmer nochmal schlafen legen konnte. Der Flug war soweit gut abgesehen von ein paar heftigen Turbulenzen, so langsam habe ich dass satt. Heute geht es weiter nach Deutschland und dann sehe ich einige von euch schon morgen. Ich freu mich drauf.

Abschließend war dieses riesen Abenteuer ein großer Erfolg. Mit Lachen und Weinen, mit neuen Leuten, vielen Schwierigkeiten, jeder Menge gefahrener Kilometer und Erinnerungen die ich nicht mehr missen möchte.

Getting out of your comfort zone for a while is the best thing you can do!

Beachcomber Resort - hat seine eigene Insel Unsere Außendusche :) Octopus Resort Die Kirche im Dorf nahe Octopus Resort Träumchen - da war ich nicht, denen ist aber das Boot von der Plattform weggetrieben Blue Lagoon Beach :D Dining Room Just Chillin' :D Waya Island Fake Ureinwohner :D

Fiji Time

19Juni2015

Nachdem mein Flug von Brisbane nach Nadi erfolgreich über die Bühne gegangen ist, war alles ein bisschen lustig. Der Flughafen in Nadi (gesprochen Nandi) ist nicht besonders groß oder schön hat dafür aber eine Empfangsband/Begrüßungskomitee wenn man vom Flugzeug kommt. Fand ich schonmal cool :D Kam mir ein bisschen vor wie in „little India“ (selbst wenn ich da noch nicht war). Nachdem ich sogar deklariert habe, das ich meine Schlangenhaut (die ich auf der Farm gefunden habe) dabei habe, hatte ich damit gerechnet das ich DEFINITV zur Biosecurity muss. Pustekuchen ich durfte direkt zum Ausgang weiter gehen. Und ich hab mir vorher son Stress gemacht und Sätze zurecht gelegt :D

Erster Eindruck auf dem Weg zum Hostel: heiß, schwühl und da ich in der Rushhour da war, ein unglaublich penetranter Abgasgeruch. Mein Taxifahrer ist halbwegs ordentlich gefahren, war allerdings trotzdem das Chaos. Deshalb auch little India, obwohl die Bevölkerung glaube ich überwiegend Indonesische Vorfahren hat. In meine erste Nach im Hostel hab ich in ein Einzelzimmer investiert (volkswirtschaftlich gesehen nicht korrekt der Begriff ich weiß :D) bevor es am nächsten Tag weiter nach Kadavu (ebenfalls Kandavu) in einem etwas kleineren Flugzeug weiter gehen sollte. Auf dem Ticket stand so schön „DHC-6 Twin Otter“, was ich gelesen habe und dann gekonnt mit einer „ach ja sooo klein sind die ja auch nicht“-Einstellung abgetan habe. Nachdem ich am nächsten Morgen ziemlich pünktlich am Flughafen war, musste ich feststellen, dass der Abflug von 11:30 auf 12:40 verlegt wurde. Somit hatte ich natürlich Ultra viel Zeit.

Auf Fidschi herrscht das Motto „Fiji Time“, was soviel bedeutet wie der Albtraum jedes Deutschen. Fiji-Time ist die Entschuldigung für Verspätungen oder auch für Dinge die Schieflaufen oder wenn Personen mit denen man Verabredet ist einfach nicht auftauchen. Mein Flug der ja sowieso schon verlegt war, verließ den Flughafen um ca. 13:15 Uhr. Da ich am Flughafen abgeholt werden sollte, konnte ich allerdings nicht in das frühere Flugzeug wechseln. Dachte ich. Auf Kadavu gibt es nur eine Hand voll Resorts und somit kann man davon ausgehen, dass die Leute am Flughafen, deine Gesprächspartner für die nächsten Tage sind. Die kleine Twin Otter hat im Endeffekt 19 Personen transportieren können, wir waren aber gerade mal 6. Ich war ja nicht schon aufgeregt genug, WEIL DOCH EIN ZIEMLICH KLEINES FLUGZEUG!

Ein Österreichisches Pärchen war auch mit im Flugzeug, die das ganze Drama natürlich mit ihrer GoPro aufnehmen mussten. Beim Start hatte ich dann wieder diesen penetranten „Warum mach ich das eigentlich freiwillig?!?!?!“-Gedanken der mich die nächsten Tage bei meinem „Open Water“ Tauchkurs nochmals heimsuchen sollte. Die Landung war dann nochmal genauso holprig und nachdem man vom Flugzeug aus bereits die Landebahn sehen konnte, die erschreckender Weise SEHR kurz aussah, sahen wir das alle so kommen. Die Piloten haben einen super Job geleistet, schließlich haben die es sprichwörtlich in der Hand, wie der Flug verläuft. Der Pickup vom „Flughafen“, ein Haus wahrscheinlich so um die 80m2 verlief reibungslos und die Leute vom ersten Flug mussten dort auf uns warten. Nur das da ca 2 Stunden zwischen lagen :D

Standesgemäß wurden wir dann 5 Minuten auf der Ladefläche eines Pickups (aber mit Sitzen) zum Boot transportiert mit dem es dann nochmal 40 Minuten zum Resort ging. Endlich angekommen, haben wir erst einmal zu Mittaggegessen, war ja auch schon 3 Uhr. Da insgesamt nur um die 20 Leute im Resort sind, lernt man sich gut kennen und für Gesprächsstoff ist gesorgt. Allesamt sehr erfahrene Taucher, die teilweise selbst unterrichtet haben, erhöhte das den Druck natürlich nur minimal. Außerdem war ich vorerst die einzige die die ganze Geschichte noch lernen sollte. Glücklicherweise habe ich dann aber doch noch einen Tauchbuddy gefunden. „ La“ (ihr Spitzname) die mit ihrer Familie hier lebt, musste nämlich auch erst klein anfangen. Nachdem ich mich am ersten Abend noch durch einen Batzen Theorie gelesen habe, hat Mike unser „Dive Instructor“ nochmals alles mit uns durchgesprochen.

Je mehr Informationen man bekommt, über Verletzungsgefahren und was sonst noch alles so schiefgehen kann, desto abschreckender ist das ganze :D Aber wenn man all die regeln befolgt, die einem gegeben werden ist es relativ sicher. Während den ersten zwei „Tauchgängen“ in nicht wirklich tiefem Wasser, haben wir notwendige Fähigkeiten trainiert, die normalerweise in einem Swimmingpool durchgeführt werden. Wie man zum Beispiel Wasser aus der Brille bekommt oder das Mundstück mit seinem Buddy teilt und solche Sachen. Das Wetter ist momentan nicht wirklich tropisch :D Ziemlich windig + Regenschauer und nicht wirklich viel Sonne.

Aller Anfang ist schwer traf auch in diesem Fall zu. Bei unserem erster offizieller Open Water Dive hat mir mal wieder mein Neoprenanug Probleme bereitet, da ich trotz 9kg an Gewichten am Oberkörper meine Füße nicht Unterwasser bekommen habe. Mike hat dann alles richtiggestellt und trotzdem bin ich ab und zu wieder nach oben abgedriftet. Wer sich schonmal mit tauchen auseinander gesetzt hat, weiß das es nicht unbedingt gut ist wenn man zu schnell wieder auftaucht. Naja vor dem zweiten Tauchgang war die Stimmung dementsprechend aber glücklicherweise war der Zweite dann wesentlich besser und da der Anzug bereits vollgesaugt war, lief alles wie am Schnürchen. Die Tage hier verliefen überwiegend gleich. Entweder Tauchen nach dem Frühstück oder Mittagessen und zwischendrin die Theorie.

La und ich haben am Dienstag unsere Abschlussprüfung bestanden und bei 50 Fragen mit nur 4 Falschen Antworten bestanden. Außer einem Oktopus (den wir ohne Mike definitiv übersehen hätten) und ist uns noch nichts spektakuläres vor die Maske geschwommen aber dafür hatten wir uns unter Kontrolle :D Die anderen sind ebenfalls fleißig am tauchen und abends wird sich dann ausgetauscht über Gott und die Welt, nicht nur über’s Tauchen. Da ich hier kein Mobilfunknetz hatte, konnte mich auch keiner erreichen. Einer der Hauptgründe warum Menschen diesen Ort für ihren Urlaub oder Flitterwochen buchen. Wi-fi gibt es zwar aber es fühlt sich irgendwie unangemessen an, danach zu fragen :D Eco Resort und so. Solarstrom und Gemüsegarten + Obstbäume sowie Recycling sind Gründe, warum es hier so gut läuft. So weit weg von allem. Man glaubt gar nicht wie gut man Leute kennen lernen kann wenn man kein Telefon benutzen kann.

Die ein oder ander Nacht gab es dann noch Kava, quasi das Nationalgetränk Fidschis. Gewonnen wird es aus der Wurzel und dem Stamm einer Art Pfefferpflanze, die erst getrocknet und dann gemahlen wird. Mit Wasser aufgegossen und dann durch Hibiskusrinde (sieht aus wie ein Teil aus einem Hula-Rock) gefiltert/abgeschöpft entsteht das Getränk. Getrunken wird aus Kokosnusschalen und am Ende sieht es aus wie dreckiges Wasser. Und jetzt kommts - so schmeckt es auch. "Muddy water" war der Ausdruck der des öfteren Gefallen ist. Unsere Gruppe hat irgendwie ein bisschen Geschmack daran gefunden und so hatten wir es ein paar Abende. Hat nicht wirklich eine mit Alkohol vergleichbare Wirkung sondern macht einen eher entspannt/müde und hinterlässt ein taubes Gefühl auf den Lippen und der Zunge. Rauschmittel sagt Wikipedia aber das tritt erst nach guten 5-10 Schalen zu :D

Den Rückflug habe ich wieder überlebt aber schön war es nicht. Robin und Gavin (ein amerikanisches Pärchen) waren Gott sei dank mit dabei oder zumindest hat mir das ein besseres Gefühl gegeben jemanden zu kennen. Wieder in Nadi geht es morgen dann zu den Yasawas bevor ich meinen letzten Flug wahrnehme. Nach Hause!

Bis Bald Kerstin

Erste Nacht in Nadi kleiner Einblick ins Flugzeug :) DAS Flugzeug Meine Bure :) UCIWAI - noch mal von außen Haupthaus :) Sonnendeck - bestimmt traumhaft mit besserem Wetter :D So sah das bei mir aus - Schal und Mütze hatte ich auch noch an Gemüsegarten!Der Weg ins Dorf + Regeln die zu befolgen sind Wasserfall im Dorf :) Kava Wurzel Grundschule + Weiterführende Nachbarschaftsstreit - gib's auch bei Krabben  

 

Der Urlaub vor dem Urlaub

11Juni2015

Meine zwei Wochen bei der Davis Familie kamen so ganz anders als erwartet. Die Farm ist ein Einfamilienhaus in vollster Renovierung, insgesamt 12 Hektar Land glaube ich, und das ist es auch. Eine Familie die es sich schön macht und dafür die ein oder andere helfende Hand benötigt. Ein guter Deal an sich nur hört sich die Ausschreibung nach einem ziemlich großen Stall an bei dem es eben um Pferde geht und nicht um renovieren. Verglichen mit Kate und Greg ist dieser Ort das Chaos :D Noelyn und Allan sind zwischen England und Australien hin und her gezogen und neben ihren eigenen Kindern hatten die beiden immer Pflegekinder. Lilly, ein 9-jähriges Mädchen mit Knochenschwund haben die beiden nach mehreren Jahren bspw. adoptiert. Dann ist da noch Jace, ein geistig zurückgebliebener 7 Jähriger. Drogenabhängige Mutter die NUR seinen kleinen Bruder Cassius um sich haben will ( bestimmt keine Geld und Wohnungsgründe, nein ). Jedenfalls ein ziemlich trauriger Fall da er bereits durch ca. 15 Pflegefamilien weitergereicht wurde und die Davis Family definitiv nicht die Endstation ist. Die ersten Worte über ihn waren so ziemlich „ Spiel nicht mit ihm und geb ihm nicht zu viel Aufmerksamkeit sonst wird er dich schlagen, kratzen, beißen und so weiter“. Ja also das vermittelt natürlich ein Bild, dass man eigentlich nicht haben möchte. Wie auch immer neben diesen beiden Verdächtigen kommen 1x die Woche auch noch ihre „Zwillings-Enkelkinder“, so nenne ich das jetzt mal, zu besuch.

Verrücktes Haus wenn alle beisammen sind. Abgesehen davon sind noch 2 nette Schwedinnen hier, mit denen ich mich gut verstehe, die es hier schon längere Zeit ausgehalten haben aber irgendwie immer wieder kommen. Ashleigh, die Tochter, regelt quasi die ganzen Pferdegeschichten, es sind 5, die auf der Weide stehen – kein Stall wie ich dachte :D Ich durfte mich somit mal wieder intensiv mit malern befassen, hat mich allerdings nicht weiter gestört. Denn da die Spezialisten hier ihr WLAN-Passwort verschlampt haben, konnte ich wie gesagt nur schwierig etwas hochladen. Die eine Möglichkeit, die ich hatte wurde erfolgreich genutzt. Somit kann es hier ziemlich langweilig werden, wenn einem keine Aufgaben gegeben werden und man nicht mal das Internet auschecken kann.

Relativ schnell hatte ich dann den Gedanken gefasst – doch noch einmal nach Neuseeland zu Lisa zu fliegen. Kurz nachdem ich meinen Flug gebucht hatte und mit Kurt (ihr Freund) die ganze Zeit in Kontakt stand, schlug eine Tragödie meine Pläne ein bisschen aus der Bahn. Eine enge Familienfreundin hatte sich ein paar Tage vor meinem Flug das Leben genommen. BOOOOOM. Natürlich konnte ich meinen Überraschungsbesuch dadurch nicht ganz so strickt durchziehen. Am Tag meines Abflugs weihte ich sie dann ein und auch wenn wir uns, im Ende, nur 4 Tage gesehen haben, hatte ich sehr schöne 10 Tage da drüben. Von Brisbane nach Wellington geflogen, dort drei Nächte gecouchsurft ( JAAA ich habs gewagt), etwas durch die Stadt geschlendert und „Weta Caves“ ausgecheckt. Denn wennschon NZ dann muss ein bisschen Hobbitkrams ja auch drin sein. Die Tour die ich gemacht habe, ging quasi durch den Arbeitsplatz der Leute, die Requisiten, Kostüme, und, und, und herstellen. Dort sind einem echt keine Grenzen gesetzt und neben Herr der Ringe und dem Hobbit haben die natürlich auch in anderen Filmen ihre Finger im Spiel. Kann ich nur empfehlen, denn neben verschiedenen Materialien, mit denen gearbeitet wird kann man eben auch, z.B. Saurons Rüstung von nahem sehen, sowie Schwerter die wir kurz anfassen durften und verschiedenste Arbeitsvorgänge werden im Detail erklärt.

Meine nächsten Tage führten mich zum „Lake Taupo“ bzw. in die angrenzende Stadt. Der See ist ein alter Vulkankrater in der Größe von SINGAPUR!! Da es im gesamten Norden ziemlich regnerisch war, hatte ich beschlossen nicht (noch nicht) nach „Hobbiton“ zu fahren, denn man will ja auch nicht im Regen durch Mittelerde laufen. Meinen Tag in Taupo habe ich mit einer kleinen Wanderung zu den „Huka Falls“ gestartet, der sich durch Regenschauer zu guten 3-4 Stunden hingezogen hat. Für Lisa habe ich dann noch ein Glas Honig besorgt, da sie das so liebt und eine Imkerei quasi auf dem Weg lag. Da es sich dann richtig schön eingeregnet hat, habe ich den Bus zurück genommen und den Rest des Tages im Bett mit Youtube verbracht. Wie ich es gerne mag :D

Am Wochenende habe ich dann endlich Lisa wiedergesehen und lustigerweise war es gleich wieder so als ob sie mich einfach auf einen Kaffee abholt. Auch wenn der Beerdigungskram schon bewältigt war, war für mich gar nicht daran zu denken bei Kurt zu übernachten. Airbnb, mein Freund und Helfer, war also mal wieder zur Stelle. Das Wetter in Hawke’s Bay war wesentlich besser als in Taupo und so stand an Tag 2 gleich mal eine Fahrradtour an :D die letzte hatten wir ebenfalls zusammen an der Westküste unternommen. Am Ende kann man sagen, wir haben uns eventuell etwas überschätzt. Hin und Rückweg zum „Cape Kidnappers“ waren ca. 40 km und das hat man am Hintern auch gemerkt. Liebe Grüße an den „bösen Henning“, Spinning ist immer noch nicht mein Ding! Abgesehen vom radln war die Szene aber traumhaft. Weingut an Weingut über Brücken und Flüsse und Minidörfer. Probiert haben wir witzigerweise aber nichts. Liebe Grüße von Lisa an alle soll ich auch ausrichten ;D

Ansonsten natürlich unglaublich viel gequatscht und ein paar mal essen gegangen und dann war auch schon Zeit wieder nach Wellington zu fahren um meinen Flug am nächsten Morgen zu nehmen. Leider war es ultra windig in Welly weshalb ich um 2 Uhr morgens, anstatt eine Stunde später, schon wach war. Der Start war so holprig wie erwartet und so ganz alleine ohne Familie im Flugzeug war das ganz schön gruselig. Der Rest verlief aber wie geschmiert. Naja wie ihr seht und lest, ich habe es aber wieder nach Australien geschafft. Bin jetzt meine letzten zwei Tage wieder bei den Davis’ bevor es am Freitag dann nach Fidschi weitergeht und daaaaannn müsst ihr nur noch 16 Tage warten :D Wuhuuu bzw ich! Ich freue mich nämlich schon RIESIG wieder nach Hause zu kommen. So viele Einträge kommen ja jetzt nicht mehr, deshalb danke schonmal an die fleißigen Leser die sich die Mühe gemacht haben, ein bisschen „dabei zu sein“.

`Schüss Kerstin

Weta Cave :D Haha :D Troll-Selfie Hab da nochmal wen getroffen Auf dem Weg nach Taupo Katzen photobomb Waikato River Hab meine Flasche im Fluss aufgefuellt Kurz vor den Huka Falls  40 Kubikmeter Wasser pro SEKUNDE Lake Taupo ebenfalls super klares Wasser Hot Water Beach - war wirklich sehr warmes Wasser an der Stelle Te Mata Peak mit Lisaaaa :D wollte nur leider nicht mit drauf Bluff Hill in Napier mit blick auf den Frachthafen Ooops :D am Flughafen in Wellington Besser nicht aufwecken - der kann sogar blinzeln und Minibewegungen machen :o Mega nice

Die Uhr tickt - nicht mehr lange

27Mai2015

Also als aller erstes - Ich lebe!!

Hätte nicht gedacht, dass es im 21. Jahrhundert soo schwer sein kann an Internet zu kommen. Jedenfalls WWOOFe ich gerade in der Nähe von Brisbane bei einer ziemlich chotischen Familie ist aber trotzdem total nett. Da dieser Eintrag schon lang genug ist und ebenfalls laaaaange überfällig, kommt am Wochenende hoffentlich noch ein weiterer. Die Familie hat ihr WLAN Passwort verschlampt, der Computer ist ziemlich alt und kaputt und hat keine Internetverbindung und mit dem iPad kann ich logischerweise nichts hochladen. Dilemma also, ich hoffe ihr versteht. Viel Spaß beim lesen!

Rückblickend, kann man zum letzten Eintrag schonmal sagen, habe ich meine Australien Umrundung nun vervollständigt. Meinen letzten Trip, von Newcastle nach Brisbane, habe ich mit zwei deutschen Mädels verbracht, die so GANZ anders gereist sind als ich. Anna und Mareike waren beide 5 Monate in Neuseeland – allerdings haben sie sich erst in Sydney kennengelernt – und anstatt wie jeder andere sicher zu reisen standen trampen und Couchsurfen auf dem Plan. Meinen Respekt haben die Mädels, definitiv die „günstigere“ Art zu reisen. Zum Couchsurfen muss ich sagen, echt ne coole Art zu reisen aber ich würde mir trotzdem ins Hemd machen wenn ich alleine wäre :D

Jedenfalls habe ich die beiden in Newcastle getroffen und am nächsten Tag sind wir dann los nach Port Macquarie, wo ich netterweise mit Couchsurfen durfte. Da wir schon gegen 14 Uhr dort waren, unseren Host aber erst um 17:30 treffen sollten fuhren wir zum Leuchtturm und dem dazugehörigen Strand und haben uns ein bisschen gelangweilt. Ronan unser Host und seine Mitbewohner haben uns herzlich willkommen geheißen und der ruhige Mittwoch Abend hat sich zu einer kleinen aber feinen Houseparty entwickelt. Mit Tischtennis hat alles angefangen, mit Bier Pong wieder aufgehört. Ich hab mich allerdings rausgeredet, schließlich mussten wir am nächsten Tag gute 5 Stunden fahren und der Fahrer wollte ja keinen Kater haben, nää!

Von Port Macquarie sind wir dann mittags, nach einem Zwischenstopp im Koala Krankenhaus, die Küste rauf Richtung Byron Bay. Die Fahrt war auf Grund von Baustellen recht beschwerlich und irgendwie wussten die vor lauter Schildern ihre Geschwindigkeitsbegrenzung selbst nicht mehr. In Byron Bay schlief ich dann wieder im Hostel während meine Couchsurferinnen etwas außerhalb übernachteten. Abends habe ich mir dann noch Pitch Perfect 2 angeguckt, bevor ich dann vorm schlafen gehen mein 2. Englischen Buch durchgelesen habe. Juhuuuu :D

Byron Bay ist ein ziemlich entspannter Ort mit tollen Geschäften und einem super Strand zum Surfen. Viele Straßenmusiker, Restaurants und junge Leute machen das ganze aus. Und irgendwie bekomme ich das Wort „Hippie“ nicht aus meinem Kopf :D

Außerdem habe ich mich mit Nina wieder getroffen, die ich – damals- in Hervey Bay vor meiner Fraser Island Tour im Hostel getroffen habe. Nina ist in Byron steckengeblieben, kann man fast schon sagen. Surfen, Arbeiten, wieder surfen, essen und schlafen. Könnte schlimmer sein. Ich hab mich jedenfalls gefreut, sie noch einmal wiederzusehen. Anna, Mareike und ich sind dann zum Leuchtturm in Byron hochgelaufen und ein bisschen shoppen gegangen.

Unser nächster Couchsurfing Host fiel allerdings etwas außer der Reihe. Gerad, 50, Investor, wohnt in einem Penthouse in erster Reihe am Strand in Surfers Paradise im 28. Stock. Diese Info hatten wir vorher allerdings nicht. Dementsprechend war der ein oder andere „OH MEIN GOTT“-Moment ebenfalls da. Ich war ultra skeptisch kann man schon sagen und selbst wenn schon zwei andere deutsche Mädels, sowie eine Hong Kongerin da waren, fragt man sich doch was die Motivation hinter der ganzen Sache ist. Fakt ist wir haben da, um sonst für 3 Nächte geschlafen und Gerad hat uns von vorne bis hinten bedient sowie zum Essen eingeladen. Glücklicherweise gab es allerdings keine Momente in denen sich irgendjemand oder ich unwohl gefühlt habe. Am Samstag gab es dann gleich mal wieder ne Houseparty. Am Montag sind wir dann mit ein paar Leuten von der Party auf einer Motoryacht von Gerads Freund herumgeschippert und saßen ein paar Stunden auf Norfolk Island am Strand und haben sogar ein Ekidna gesehen. Abend sind wir dann noch ins Miami RICE zum Essen gegangen, was auch ziemlich lecker war.
Dienstag sind wir dann noch ein bisschen durch Surfers Paradise geschlendert und nach einem letzten Lunch von Gerad nach Brisbane gefahren.

Damit bin ich dann einmal rum, wie gesagt und obwohl man sich freut ist es irgendwie komisch. All die Stimmungen und Ungewissheiten die ich hatte haben sich ausgezahlt und es auch zu dem gemacht was es war. Mareike ist am Donnerstag früh morgens nach Hause geflogen und so haben wir sie Abends noch zur Bahn gebracht. Arum, unser neuer Host war ebenfalls super nett. Anna hat mich netter Weise beim Autoverkaufen unterstützt, dass sich als etwas größeres Drama herausgestellt hatte. Da mein Auto dieses Grundzertifikat aufgrund von „Suspensionproblems“ nicht bekommen hat, habe ich das Auto auf Empfehlung von dem Mechaniker versucht unregistriert zu verkaufen. Wir haben uns also 2 Stunden auf dem Amt rumgeschlagen und wieder unnötig Geld bezahlt um von einem anderen Autohändler ein Verschrottungsangebot von $200 zu bekommen anstatt $2000 wie mir gesagt wurde. Dann ist mir wieder eingefallen das ich Travellers Autobarn das vertraglich ja zurückverkaufen kann. Auch wenn das wesentlich weniger war als ich wollte aber mir war mittlerweile wichtiger das Auto loszuwerden. John, der mir damals das Auto in seiner ersten Woche verkauft hat und alle anderen konnten sich, witziger weise noch an uns beide erinnern. Was damals jedoch niemand erwähnt hatte, war das das Auto registriert bleiben MUSS. Geile Sache echt. John hat sich allerdings als Engel herausgestellt und seinen Chef überzeugt es dennoch abzukaufen und nichteinmal den Schaden an der Kofferraumklappe erwähnt. $1650 war das damalige Angebot und $1000 habe ich noch bekommen. Habe ich wirklich nichtmehr mit gerechnet und war deshalb sehr erleichtert. Habe quasi nur $300 Verlust gemacht da ich durch die Registrierungsauflösung auch noch Geld wieder bekommen habe.

Nachdem ich eine so gute Zeit mit diesem Auto hatte, kann ich gar nicht glauben, dass es am Ende noch so ein Drama geworden ist. Aber naja nicht die beste Bilanz aber was soll man machen. Ich hatte eine gute Zeit und bereue es nicht, es gekauft zu haben, nur den Preis :D

Gerad hat uns dann noch einmal mit einem „Appartement“ ausgeholfen, das etwas anders war als erwartet. Anna und ich brauchten noch eine Unterkunft für 2 Nächte bevor das Abenteuer weitergehen sollte. Natürlich hatten wir keine Erwartungen aber dieses Einzimmer-Appartement war völlig versifft – Britta wäre da gar nicht erst ins Haus gegangen – und irgendwie rannen da auch nur gruselige Leute rum. Anna und ich konnten irgendwie nicht aufhören zu lachen und haben so lange es ging irgendwo anders verbracht. Was soll man machen, zumindest haben wir nichts bezahlt :D

Anna Geizhals als Mitfahrerin hat sich auf jedenfall auf dem Kontostand bemerkbar gemacht. Nun bin ich noch 2 Wochen zum WWOOFen auf einer Hobbyfarm mit ein paar Pferden und helfe hier noch ein bisschen aus. Ist definitiv anders als ich es mir vorgestellt hatte, aber heute habe ich auch erst einmal eine kleine Einführung gekriegt und nicht wirklich gearbeitet. Wie ich meine letzten 2 Wochen verbringe weiß ich noch nicht ganz genau aber da findet sich bestimmt noch etwas. Bis dahin danke, das ihr immer noch alle am lesen seit auch wenn die Einträge vielleicht nicht mehr ganz so spannend sind, wie am Anfang.

Bis Bald Kerstin

YHA in NewcastleNetter Surfspot        Den Tag richtig ausnutzen :D

 

Kurzes Update

03Mai2015

Auch wenn schon fast wieder zwei Wochen vergangen sind, ist ehrlich gesagt nicht besonders viel passiert. Nachdem ich Kate und Greg in die Serie „The Block – Triple Threat“ reingezogen habe ( 4 Paare bauen/renovieren je ein Appartement auf 3 Ebenen) stand für mich auch malern auf dem Programm. Erst eins der Schlafzimmer, dann der Waschraum und alle Türen und das größte Projekt sollte das riesige Wohn-Esszimmer gestrichen werden. Am 25.04. wird hier ANZAC Day gefeiert, ein Gedenktag an all die Soldaten die im Ersten Weltkrieg in Gallipoli gefallen sind. Schon ca. einen Monat vor dem eigentlichen Feiertag laufen hier Fernsehspots und Schulen bereiten Märsche vor und Basteln Mohnblumen (Symbol für Anzac Day). Ellie hatte die Aufgabe mit ein paar anderen Kids den Marsch mit Trommeln anzuführen und einen Dudelsackspieler gab es auch. Bevor es losging bekam jeder ein bisschen Rosmarin, dass an die Kleidung gesteckt wurde und dann wurde zum „Soldiers Trangie Memorial“ gelaufen.

Ich muss sagen obwohl Trangie ein kleiner Ort ist, war gefühlt jeder auf der Straße. Blumen wurden zum gedenken abgelegt und der Spirit der Australier zu diesem Thema ist einfach unglaublich. Ich meine, wie viele Soldaten haben wir in Kriegen verloren? Ich kann mich an keinen Tag erinnern, der ein offizieller Feiertag ist an dem man sich an gefallene Soldaten erinnert. Merchandise ist auch ein großer Faktor. Man kann Pullover, Armbänder und allen anderen Kram kaufen bei dem das Geld an eine Stiftung geht.

Zudem war Kates Mutter Sally auch mit am Start und ich habe mich gefreut sie noch einmal wiederzusehen bevor ich morgen wieder aufbreche. Am nächsten Tag stand Gregs Geburtstag bevor, jedoch sollte das am liebsten keiner Wissen :D Er wollte kein großes Spektakel und war mit dem Kopf sowieso ganz woanders. Der ist nämlich momentan am säen bzw. arbeitet die Nachtschichten und kommt morgens zwischen 5-7 Uhr nach Hause und schläft dann bis 10 Uhr während die anderen säen. Dann geht das ganze wieder von vorne los. Dauert so ca. 14 Tage. Alles nur um so schnell wie möglich fertig zu werden.  Wir hatten dann aber doch noch einen kleinen Kuchen vorbereitet, der in das drei Gänge Menü eingebunden wurde.

Da wir ja im Jamea Haus noch nicht genug gestrichen haben, haben wir dann Sandi ausgeholfen, die mit ihrem Freund den sie vor 6 Monaten auf Facebook kennengelernt hat nun hier her gezogen ist. Hat nie auf einer Farm gelebt und kommt aus Victoria. Bin mal gespannt wie lange sie es hier aushält. Naja jedenfalls habe ich die Krise mit der Farbe für die Türen gekriegt, da diese auf Ölbasis ist und man somit alles mit Terpentin wieder sauber machen muss. Kein Spaß. Nein.

Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich den Pinsel gar nicht mehr festhalten muss da er von selbst an meiner Hand klebt.
Das Haus hatte es jedoch bitter nötig und Sandi hatte den Großteil schon gestrichen.

Das einzig wirklich lustige das passiert ist (wir hatten natürlich auch Spaß beim Streichen aber für euch ist das ja eher nicht so interessant) kommt jetzt. Booser, der schwarze Kelpie, rennt immer am Hühnerstall auf und ab, bellt und verhält sich als wenn er vor einer Schafherde steht. Gut das macht er jetzt schon ein paar Jahre und Kate geht das ziemlich auf den Senkel aber sie hat schon alles mögliche versucht um ihm das auszutreiben. Als Kate in Dubbo zum Einkaufen war, blieb ich zuhause und arbeitete ein paar Dinge von meiner Liste ab. Die Hühner legen seit gut zwei Wochen keine Eier mehr und da wir nicht wussten, ob der Grund dafür dreckiges Wasser ist, habe ich eine große Betonschale leer geschöpft. Booser war wie immer voll dabei und nachdem ich ein paar Eimer ausgeleert hatte und den nächsten gerade voll machte, kam Boos um die Ecke.

Ich nahm also den Eimer und schüttete ihm ohne zu zögern den kompletten Inhalt entgegen – mit perfektem Timing :D Er war SOWAS von schockiert und hielt sich den ganzen Tag über von den Hühnern fern. Natürlich kann man ihm das nichtmehr komplett austreiben schließlich ist er schon 12 aber es ist definitiv besser geworden. Hin und wieder wird er nun eben nass. Hab ihn danach natürlich mit klarem Wasser abgebraust, schließlich ist ein stinkender Hund ja auch nicht das ware!

Der Abschied fällt mir definitiv super schwer und es ist für mich definitiv nicht das letzte Mal, dass ich meine Füße auf dieses Grundstück setze. Die Broughtons, über die kann ich nur positiv reden, definitiv aber eine der aufgeschlossensten und herzlichsten Menschen die ich jemals kennen lernen durfte. Ich bin froh, dass ich hier sein durfte und meine Zeit hier werde ich nicht vergessen.

Damit bin ich jetzt fertig
Wir hören uns

Kerstin

Anzac Schriftzug und wichtige Personen die ich nicht kenne :D Ellie ist die kleine neben dem Riesenkind Trangie Central School Horses!! Anzac Day Selfie Soldiers Trangie Memorial Selbstgemachte Mohnblumenund nochmal im Close-up

Was bisher geschah...

22April2015

Ostern ist der erste Stichpunkt auf meiner Liste und das war ein ganz schön wühliges Wochenende. Gregs Mutter Rosalie und ihre Schwester Sharon kamen zu Besuch und mit ihnen, Scharons Enkelkinderr Mia, Zack und Alex aus Sydney. Das erste Mal auf EINER Farm, hier draußen im "Nichts". Die drei ULTRA frech egal wem gegenüber, haben von Kate das ein oder andere Mal ganz schön einen zu hören gekriegt.

Am Ostersonntag sind wir dann, nach einer "Easter Egg Hunt" im Schuppen zwischen den Maschinen, um 11 brav zur Kirche gegangen und ich muss sagen, wesentlich cooler als bei uns. Die Kirche in Dandaloo wurde irgendwann um 1800 gebaut, hat - offensichtlich - kein elektrisches Licht, ein paar Gräber und steht mitten im Busch. Sie fasst schätzungsweise 40 Leute und die waren an diesem Tag auch da, was ebenfalls eine Seltenheit ist, so Kate. Die Kids haben sich meiner Meinung nach erstaunlich gut benommen und die Messe war für mich als Oberkatholik (Achtung Ironie) sehr lustig. Die Musik kam aus einem tragbaren CD-Player, manche Lieder wurden nicht gefunden oder keiner wusste wo der passende Text war und so wurde eben das ein oder andere mal improvisiert. Hat dem ganzen nicht geschadet, war eigentlich ganz sympathisch. Als die Messe vorbei war, kam der beste Teil und ich finde wir Deutschen sollten da auch mal drüber nachdenken. Jeder hatte nämlich entweder etwas gebacken, Sandwiches geschmiert, Obstteller geschnitten oder Getränke mitgenommen und somit ein ganz anständiges Buffet zusammengeschustert. Alle haben sich unterhalten und zusammen gegessen und die Kids sind zum Spielen ab in den angrenzenden Wald gelaufen. Als wir uns dann auf den Heimweg machen wollten, war von den Kindern weit und breit nichts zu sehen und auch auf Gregs Rufen kam keine Antwort. Während sich Kate noch mit einer bekannten unterhielt, gingen wir in den Wald und folgtem dem trockenen Flussbett. Wieder gerufen, immer noch nichts. Kate hatte uns inzwischen eingeholt und nach einigen Kurven des Flusses sah ich Lukes T-Shirt zwischen den Ästen. Sobald er uns bemerkt hatte kam er schnurstracks auf uns zu und sagte, das die anderen gegen sein bestreben weitergelaufen sind. Nach ein paar Minuten tauchten Ellie, Alex und Mia dann auch auf und plötzlich war keiner mehr so vorlaut. 

Naja, es ist niemandem etwas passiert aber wenn man Gregs Rufen nicht hört, ist man entweder taub oder zieeeeemlich weit weg. Als wir dann wieder zuhause waren, haben  wir uns ein bisschen ausgeruht und sind die "Touri-Runde" gefahren. Diesmal sind wir aber auf dem "Westholm" Gelände rumgelaufen und unsere Gastkinder konnten damit so gar nichts anfangen :D Als wir dann weitergefahren sind, konnte man sich im Auto kaum unterhalten während die Kinder sich im Kofferraum amüsiert haben. Nach mehrfachem Auffordern hat Greg dann angehalten (ca. 1 km vom Haus) und sie mit der "Wir gucken uns jetzt mal das Outback an" Masche aus dem Auto gekriegt und wir sind dann gemütlich weitergefahren. Ellie und die Anderen fanden das natürlich nicht ganz so witzig wie wir. Habe auch ENDLICH ein Foto von einer Braunschlange hingekriegt und das ohne mich in Gefahr zu bringen :D Ich übersehe die IMMER, kein Wunder dass das vorher nie geklappt hat. Greg hat das Auto dann relativ nah herangefahren bzw die Schlange war schon halb auf der Straße und so bekam ich mein ersehntes Foto. Leider nur mit dem iPhone aber naja.

Diesmal kein Schwein plattgemacht sind wir dann wieder nach Hause und haben kontrolliert ob sie auch alle gelaufen sind. Abends haben wir dann ein Osterfeuer angezündet auch wenn das hier eher zur Unterhaltung und nicht auf Grund des Feiertages. Kinder und Lagerfeuer ziehen sich ja bekanntlich an und dank Würstchen, Marshmallows und aufgespießten Toastscheiben (Sah richtig sünde aus aber meine Stockbrotidee konnten wir leider nicht mehr umsetzen :D) hatten alle einen guten Abend. 

Die nächsten Tage hat es in Strömen geregnet und somit mussten die Kids irgendwie beschäftigt werden. Greg organisierte zwei weitere Ostereier Suchen allerdings auf eine etwas andere Art. Die erste Variante basierte auf Farben und jeder musste seine Farbe finden oder mit den anderen zusammenarbeiten. Teamwork ist nicht unbedingt die Stärke der Sydney-Kinder. Für die zweite Variante musste eine Zahl erraten werden, die Greg sich ausdachte und daraufhin ein Gegenstand gewählt werden in dem die Schokieier versteckt waren. Mithilfe von 3 Werkzeugen musste dann ausklamüsert werden, wie man die Eier da heile herausbekommt. Alle waren am Ende erfolgreich außer Mia. Ihre Schokieier hatte Greg zwischen zwei Metallscheiben eingeschweißt aber nicht vollständig bedacht das sie das nicht überleben.

Zwei Geburtstage wurden ebenfalls vorgefeiert (da seine Oma am offiziellen Geburtstag auf reisen ist) und Luke sollte seinen gewünschten Mähdrescherkuchen bekommen. Kate und ich haben uns krativ ausgelebt und Greg hat seinen Teil mit Auspuff und Rücklichtern ebenfalls dazugetan. 
Alex sollte auch einen Kuchen bekommen allerdings mag sie keinen Kuchen. Welches Kind mag bitte keinen Kuchen!?!?! Genauso ist sie auch in anderen Sachen nebenbei bemerkt.

Kate und die Kinder sind über das Wochenende nach Canberra gefahren, da ihre Unifreundin (die aktuell in Hongkong lebt) mal wieder in Australien war. Ich Babysittete also wieder Greg und Joe, diesmal ohne den Pub, aber war trotzdem ganz lustig. Aufgrund des heftigen regens konnten schon einige Felder bestellt werden und so waren die beiden voll im Stress. Pünktlich zu Lukes offiziellem Geburtstag waren dann alle wieder vereint und was Luke noch nicht wusste war, das sein größter Geburtstagswunsch erfüllt worden war. Der 11-Jährige liebt sein Motorad über alles, ist aber schon ziemlich rausgewachsen und hat sich eine neue Yamaha gewünscht. Am Geschenketisch wurden dann meine Schleich-Bullen ausgepack und ebenfalls euphorisch empfangen, schließlich hatte er überhaupt nicht damit gerechnet das ich ihm etwas besorgt hatte. Zuerst wurde dann das Handbuch ausgepackt und dann der neue Schlüssel aber so richtig geschnallt hatte er es nicht bis wir alle nach draußen gegangen sind und es neben seinem alten Motorrad stand. Ach ja nebenbei ich hatte am Wochenende auch schon ne Runde auf einer anderen Maschine gedreht :D war nicht superschnell aber ich hab überlebt!

Da es mittlerweile wieder trocken war, und die Beiden letztes Jahr eine ziemlich gute Ernte hatten, musste Greg die restlichen Stoppeln (die übrig bleiben wenn man den Kornteil abschneidet) verbrennen. Ziemlich spektakulär einen ganzen Paddock brennen zu sehen. Man fängt auf einer Seite an und der Wind treibt das Feuer dann zur anderen Seite. Kate hatte uns aufgegabelt und dann sind wir losgedüst. Der Wind war an diesem Tag nicht ganz so stabil und so kam ein - ganz ordentlicher - "Aschetornado" zustande wenn man das so nennen kann. Er kam nicht ganz bis zu uns aber baute sich ganz schön auf. Und plötzlich wurde es hektisch. Ein paar Heuballen (Gartenheu, ca. 50$ pro Ballen da es nass geworden ist und innen schimmelt) haben plötzlich Feuer gefangen. Das einzige Problem - die Verbindung zum Wassertanker ist morgens an dem Tag gebrochen und so war der nicht in dem Paddock. Zusätzlich hat einer der Reifen Feuer gefangen (ist aber nichts passiert) was Kate aber ziemlich schnell ausgetreten hat. Die Vögel haben sich alle auf die Insekten, Mäuse und was sonst noch so geflüchtet ist gestürzt was ebenfalls erstaunlich war. Ich hätte gedacht die machen sich auch davon.

Die restliche Zeit bin ich momentan am Streichen. Egal ob Türen, die Veranda oder Wohn- und Schlafzimmer. Macht Spaß aber ich freue mich auch wenn wir fertig sind. Meine Zeit hier ist ja auch bald schon vorbei und so hatte ich am Sonntag einen ziemlich interessanten Tag. Eine Rinderherde sollte zum größten Teil verladen werden, jedoch mussten wir diese erstmal von der aktuellen Weide in die Yards treiben. Ich war auf dem Quad, Luke auf seinem neuen Motorad und Greg und Kate ebenfalls auf Motorrädern. Ellie saß vor Greg und Cam vor Kate auf dem Motorrad, voll dabei :D.

Der Wind hatte erheblich aufgefrischt und die nächsten Tage sollte auch noch so einiges an Regen runterkommen. Das Rindertreiben geht wesentlich ruhiger zu als man denkt, zumindest hier, da sie wesentlich besser zu kontrollieren sind wenn sie nicht aufgescheucht durch die Gegend rennen. Die 400+kg sollten verladen werden und neue ca. 200kg schwere wurden geliefert. Auch wenn 450kg schon viel erscheint sind die Broughtons mehr eine Zwischenstation. Keine Mast, dass folgt danach.
Nachdem die einen ausgeladen waren, kamen die anderen auf den Hänger und die neuen wurden an dem Abend noch geimpft, mit einem Mittel besprüht und die paar die Hörner hatten mussten gekappt werden. Definitiv nicht meine Lieblingssituation wenn auch nicht ganz so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ist eben ein Sicherheitsding für alle und die Zucht arbeitet wohl auch schon an Rindern ohne Hörner um ihnen das Prozedere zu ersparen. Interessant war auch, das diese mit Hörnern nicht an die "Feedlots" verkauft werden können, da die sie nicht annehmen. 

Durch den ganzen Regen ist die Saatzeit schonmal erheblich einfacher und ein guter Grundstein für die nächste Ernte ist gelegt. Hoffe dennoch es wird ein bisschen wärmer denn wenn man überwiegend Hitze hat ist das Haus nicht unbedingt gegen Kälte isoliert :D 
Ich weiß ihr habt 4 Grad auf der Insel und so aber ich hab die letzten Tage auch gefroren :P

'Schüss Kerstin 

Ostereier Suche Cam auf seinem Bike Dandaloo Church Die Wunderschönen Fenster Innenraum :D Grab der Gründer YEAII :D Brownsnake Lukes Kuchen :) Fifi hat uns mittlerweile verlassen aber am letzten Tag dann noch nen Hasen erwischt Windhose Die beiden Irren - Kate hat sie zurückgerufen :D Überraschung Greg bei der Arbeit Joe und Kate als die Hektik ausbrach - Paparazzishot So funktioniert das ganze :) Tottenham News - bitte lest ein paar Zeilen ich hab herzlich gelacht Die Dicken :D Luke bei der Arbeit Cattle Truck

 

Familienzeit, jede Menge Aufregung und ....

02April2015

Lange ist`s schon wieder her. Die Zeit verfliegt, die Tage ziehen vorbei und das alles nur weil man Spaß hat. Ansonsten zieht es sich hin, über Stunden, man kämpft sich durch den Tag. Aber das ist hier wie gesagt nicht der Fall, zumindest nicht täglich. :D

Ich fang jetzt mal am Samstag den 21.03. an (sorry nochmal, dass ist ja schon EWIG her :D). Greg hat sich am Samstag mal einen Tag frei genommen und wir sind alle nach Dubbo gefahren, damit die Kids ein bisschen Zeit mit ihrem Papa verbringen konnten. Wir haben uns erst den Film „Home“ angeguckt, selbst die Kinder fanden den nicht so der Brüller und sind dann zum Mittagessen zu „Sporties“ gefahren. Weltbekannt in Dubbo und mir wurde viel erzählt aber mit einer Sportsbar mit Asia Express Restaurant hatte ich nicht gerechnet. Aber was soll man machen wenn man Hunger hat. War sogar ganz gut. 

Danach haben wir beschlossen in den Zirkus zu gehen. Gott, mein letztes Mal in einem Zirkus ist bestimmt 10-15 Jahre her. Bin prinzipiell kein Fan, von wegen Tier Haltung und so aber jeder verdient eine zweite Chance. Und ich muss sagen, die haben sie genutzt! Von wegen Kleinstadtzirkus. Sowohl die Akrobatik als auch die Tiershows, sogar die Clowns waren ganz lustig. Einer der drei war sogar schon über 80 dafür aber noch voll dabei. Zwei Büffel standen, neben Kamelen und Lamas auch noch auf dem Plan, was mich ziemlich erstaunt hat ist ja schließlich nicht ein alltägliches Zirkustier. Der Tag war sehr gelungen und die Broughtons haben mich sowohl ins Kino als auch in den Zirkus eingeladen.

Der nächste Tag war dafür ein typischer Sonntag. Ersteimal alle auf die Couch und ein bisschen Fernsehgucken. Das Blatt sollte sich aber noch wenden. Gregs sollte später noch einen Roadtrain mit Heu beladen und hatte für die Kids eine etwas makabere Aufgabe. Typisch Farmkinder hatten die damit natürlich gar kein Problem. Greg hat nämlich ein etwas größeres Mäuseproblem im Heuschuppen und jedes mal wenn er einen Ballen hochhob, sprangen die Mäuse nur so. Da das natürlich die Qualität und das Gewicht des Heuballens beeinflusst, hat der Farmer das nicht so gerne. Wir alle sollten also, sobald sich der Heuballen hebt, versuchen auf die Mäuse zu springen. Ich habe mich dabei vorbildlich zurückgehalten aber der Rest der Familie war voll dabei :D Sind manchmal so absurde Sachen die mich aufgrund dessen irgendwie zum Schmunzeln bringen. Nach ungefähr einer Stunde „Mäusestampfen“ saß dann aber plötzlich eine Braunschlange mit unter dem Heuballen, die zunächst komplett übersehen wurde. Die Kinder und einschließlich Kate sprangen also voller Elan auf die hüpfenden Mäuse und rannen dann voller Panik aus dem Schuppen während ich mich mit dem Truckdriver unterhalten habe. Braunschlangen sind ziemlich aggressiv und leicht gestresst und „Ihr Biss ist für den Menschen potenziell tödlich und muss umgehend behandelt werden, um den fatalen Folgen entgegenzuwirken.“

Danach hat sich so schnell keiner mehr bereit erklärt und wir waren nur froh, das wir die Hunde nicht mitgenommen haben. Da Greg, die Mäuse, vorher versucht hat zu ködern hätten sich die Hunde sonst nämlich vergiften können. Glücklicherweise schien die Schlange aber auch überrascht und ein bisschen überfordert und so wurde niemand gebissen.

Am Dienstag haben wir dann neues Heu im Garten verteilt, bzw. unter den Obstbäumen damit der Boden nicht so schnell austrocknet und mehr Feuchtigkeit speichert. Nachdem das dann erledigt war, wartete auf mich eine spannende Aufgabe. Ein paar hundert Rinder sollten gewogen werden. Funktioniert etwa genauso wie mit den Schafen nur, dass das Gerät nicht vollautomatisch funktioniert und man somit Klappen und Türen manuell öffnen musste. Meine Position bestand daraus, die Klappe zu öffnen die das Rind entweder als schwer (über 400kg) oder leicht (unter 400kg) zuteilt. Da die Rinder, die übrigens alle Stiere sind, später wieder zusammen auf der Weide stehen wurden die überstehenden Haare am Schwanz gekürzt, um die Gewichtsklasse zu markieren.

Am nächsten Tag durften Kate, Joe und Greg das dann nochmals mit 2000 (!!!) Schafen machen. Einer muss ja den Haushalt schmeißen und so habe ich mich um Lunchboxen, Wäsche, all die anderen Tiere und was sonst noch anfiel gekümmert. Am Nachmittag kam dann der nächste Schock. Fifi ging Bella so lange auf den Keks bis Bella ernsthaft zugebissen hat. Und Cam war quasi dazwischen um den "kleinen armen" Hund zu retten. Cam ist aber wohlauf und außer einem kleinen geschockten Jack Russel (ist mittlerweile wieder genau so nervig wie vorher) und besorgten Eltern ist aber alles gut. Die nächsten Tage verbrachten die beiden erst mal getrennt.

Für das anstehende Wochenende kamen Kates Eltern und ihr Bruder auf die Farm. Zu feiern gab es ein 40-jähriges Ehebestehen und zudem hatte ihr Vater die Woche darauf Geburtstag. Wir hatten in der Küche also alle Hand zu tun, haben so  viel vorbereitet wie möglich sodass auch noch Zeit bleibt für andere Sachen. Am Samstag sind wir dann nach dem Frühstück los für einen Trip über die Farm, da Kates Eltern schon ewig nicht mehr da waren. Wir tuckerten mit der ganzen Familie durch die Paddocks, schauten uns das neue Grundstück „Welstholm“ an und natürlich auch ein paar Rinder und Schafe. In einem der Paddocks stand dann plötzlich ein Wildschwein zwischen den Rindern. Und nun kam für mich etwas so absurdes, das ich irgendwie immer drüber lachen muss wenn ich es jemandem erzähle. Tierfreunde aufgepasst, das läuft hier ein bisschen anders :D Wildschweine sind hier nicht wirklich hoch angesehen, da sie Krankheiten und Zecken übertragen und zudem auch noch die Zäune zerstören. Samt Kinder, Schwiegereltern und einer geschockten Deutschen (ich fand das ganze natürlich nicht so lustig wie die Farmkinder) im Auto, heizte Greg also mit dem Geländewagen hinter diesem Wildschwein her. Hat leider kein positives Ende für das Schwein genommen. Da kann man sich jetzt wieder darüber Aufregen, wie das der Deutsche eben so macht aber da das sowieso nichts ändern würde, musste ich mich eben damit abfinden :D

Am nächsten Tag sind wir dann nach „Bundilla“ dem Grundstück von Kates Bruder David gefahren und haben da ein bisschen zwischen alten Maschinen und Gebäuden, die sich die Natur schon wieder zurückgeholt hat, herumgestöbert. Außerdem hat Kates Oma in einem der Häuser gewohnt. Durch die Distanzen war der Vormittag dann auch schon wieder vorbei und wir haben den Grill angeschmissen. Außerdem muss ich sagen das ich gute 19 Jahre komplett ohne Lamm ausgekommen bin, dafür im letzten Monat quasi fast täglich. Egal ob in Würstchen, als Braten oder Koteletts alles ist dabei. Aber zumindest alles aus der Eigenproduktion. Ach und nebenbei erwähnt, Ja Mama die haben hier Kühlräume um Lebensmittel zu lagern ;)

Kate und die Kinder fuhren am Donnerstag nach Bathurst zu einem Termin und so durfte ich einen Tag mit Greg verbringen. Oder bzw seiner Art von Arbeit. Staubig, dreckig und heiß. „Fencing“ stand auf dem Plan und Joe und ich fuhren zum Grenzzaun des Grundstücks. Kommende Woche sollte hier ein nagelneuer Zaun stehen aber bis dahin mussten 5km Zaun-Betonpfähle von Draht befreit werden. Per Hand. Wir haben für 2,5km ca. 5 Stunden gebraucht. Und da ich ja nicht Nein sagen kann, hab ich den Tag drauf nochmal 1,5km alleine geknipst während Joe und Greg die Betonpfähle rausgezogen haben. Meine Arme und Hände sahen trotz Handschuhen dementsprechend aus :D

Am Donnerstag habe ich mir dann eine kleine Auszeit gegönnt und bin nach Dubbo gefahren um mir ein paar neue Sachen zu kaufen und da Lukes Geburstag nächste Woche ansteht habe ich ihm auch noch eine Kleinigkeit besorgt. Außerdem kann man hier online Lebensmittel einkaufen und dann muss man seinen Einkauf nur abholen und ins Auto laden. Ziemlich Praktisch. Außerdem hab ich für Greg noch zwei Traktorreifen weggebracht sodass ich mein Auto stehen lassen konnte. Juhuu Kilometer gespart!

Das war es hiermit offiziell, lang ist es wieder geworden. Puh, ich hoffe ihr habt bis zum Ende durchgehalten. ;D

PS: Wenn irgendwer Fragen bezüglich des Lebens hier draußen hat, die beantwortet werden möchten, immer her damit.

  Hippie Stärkster Clown der Welt ^^ Falscher Kontinent?! Vogelsträuße?! Greg's neue Suzuki Pavlova und Schokotarte Cattleyards in Bundilla Bundilla - die Kids und Onkel Dave Kate's Opa scheint sehr nett gewesen zu sein :D

TOTALE SCHREIBBLOCKADE – Sorry Leute :D

20März2015

Eigentlich war dieser Eintrag schon vor einigen Tagen geplant aber nachdem ich mich mehrfach an den PC gesetzt habe und nichts dabei rumkam, hoffe ich, das diesmal etwas daraus wird. Und ich meine ersten Zeilen diesmal nicht lösche, in der Hoffnung einen besseren Einstieg in das Geschehene zu finden.

Jedenfalls – bin ich super glücklich hier zu sein und habe bereits beschlossen ein paar Wochen länger zu bleiben als eigentlich geplant war. Die Bedingungen sind eben super. Gutes Essen, nette Gesellschaft, tolle Kinder und jede Menge neue Dinge Tag für Tag. Auch wenn man sich wundert, wie die Menschen hier „draußen“ leben, teilweise ne Stunde von der nächsten Stadt, die dann trotzdem nicht viel mehr bereit hält als einen Pub, Supermarkt und Doktor. Zum Glück ist Dubbo „nur“ 1 h 15 min entfernt und eine der größten Städte in der Umgebung.

Und wisst ihr was – ein Kino gibt’s da auch :D Und da führte mich mein Weg an meinem freien Tag (der trotzdem ein bisschen Arbeit enthielt) auch hin. Nach dem ich die Kinder wie jeden Morgen zum Bus gefahren habe, habe ich meinen leicht eingestaubten Subaru aus dem Schuppen gefahren und dann ging dat los.

Das einzige Problem das ich hatte, war das ich wesentlich mehr Zeit eingeplant hatte als ich eigentlich brauchte. Bin also erst durch die Innenstadt gedudelt und habe für Greg dann noch ein Ersatzteil abgeholt. Irgendwann ging das Kino dann endlich los, American Sniper stand auf dem Plan, und ich saß mit ganzen 5 Leuten im unterkühlten Saal.

Abends war ich dann so gegen 7.30 Uhr zuhause und dann meinte Greg ich kann ihm mit den Schafen helfen wenn ich Lust habe. Und auch wenn ich schon ziemlich hungrig und müde war, wollte ich da natürlich nicht Nein sagen.

Die Schafe sollten am nächsten Morgen auf den Hänger kommen und damit auch nur die schwersten Tiere verladen werden, musste jedes Einzelne auf eine Waage, die dann aufgrund des Gewichts automatische eine bestimmte Klappe aufmachte. Das ganze hat dann ca. 1,5 h gedauert aber ich wollte auch nicht einfach sagen „See you inside guys!“ und gehen. Ein paar verrückte Schafe waren auch dabei, eins hat sich mit dem Hund Booser angelegt und kassiert, ein anderes ist über den Zaun in die Herde der bereits vorsortierten Schafe gesprungen und dann waren da noch welche die versucht haben zu Zweit auf die Waage zu steigen.

Am nächsten Tage hatte Kate mich gebeten ein Blech „Zuccini Slice“ zu machen, quasi eine Art Zucchini Quiche. Habe ich in meinen paar Tagen hier, nun bereits vier mal gemacht. Kommt besonders gut an :D das zweite Blech haben Greg und Tom (Mechaniker) an einem Abend inhaliert. Keine Ahnung was ich anders mache aber ist scheinbar besonders fluffig gewesen. Generell kann ich mich hier backtechnisch voll ausleben, denn bei so vielen Leuten (insgesamt 8) ist ein Blech ziemlich schnell aufgefuttert.

Am Freitag ist Kate dann für ein paar Tage nach Bathurst auf ein Seminar gefahren, die Kinder waren übers Wochenende aufgeräumt und so blieben nur noch Greg, Joe und ich. Der Freitag Abend endete in einem „Ort“ namens Albert im Pub „ The Rabbit Trap“. Geplant war das alles allerdings nicht aber Greg ist nicht unbedingt ein Planer. Nachdem ich das Abendessen alles so schön vorbereitet hatte, war ich innerhalb von 5 Minuten fertig und los ging’s. Zu dritt in den Pickup gequetscht und auf nach Albert! Greg kannte natürlich gleich wieder ein paar Leute und auch wenn quasi nur 10 Leute auf ein Bierchen da waren, war es ziemlich lustig. Joe hatte den ganzen Abend über ein Glas Rum-Cola in der Hand und wenn der eine Bestellt wird natürlich auch gleich für die anderen geordert. Dank der beiden hatte ich auch ein paar Cider und auch wenn das Gesprächsthema meistens Farmbezogen war (habe damit gerechnet das einzige Mädel zu sein, es waren aber auch noch zwei Britische Backpacker da) war es ein lustiger Abend. Um 12:30 haben sie uns dann rausgeschmissen und das nächste Abenteuer stand auf dem Weg. Der Rückweg. Um halb 2 war ich dann aber letztendlich im Bett.

Glücklicherweise ist aber alles gut verlaufen und am nächsten Morgen wartete der Frühstücksdienst – um 6 Uhr – auf mich. Ich hatte „Bacon and Eggs“ bereits fertig auf dem Teller und ein relativ gut gelaunter Farmer hatte sein leckeres Frühstück. Auch wenn keiner von uns Kopfschmerzen oder ein Hangover hatte war es dennoch ein Couchtag. Zumindest für mich :D Generell war es ziemlich still im Haus, keine Kinder, Kate war auch nicht da und Greg war den Ganzen Tag unterwegs. Aber was solls. Die paar Jobs auf meiner Liste habe ich dann noch erledigt, das größte Projekt war wohl das einölen der Küchenschränke die jetzt aber aussehen wie neu.

Nachdem die Kids alle schon im Bett sind und wenn die Männer zum Abendessen kommen ist wahrscheinlich dennoch meine Lieblingstageszeit. Auch wenn sich eigentlich jeder nach seinem Bett oder einer Dusche sehnt, sitzten wir meistens noch eine gute Stunde zusammen und die lustigsten Stories kommen auf den Tisch. Ob Baby-Geschichten, Anekdoten von Kate und Greg oder einfach nur was Tagsüber so passiert ist. Das ist auch die Tageszeit an dem ein Blech Zucchini Slice verdrückt wird.

Grundsätzlich muss ich Kate wirklich den Größten Respekt zuweisen. Sie „schmeißt“ die drei Kinder quasi alleine, dazu das Haus, die Buchhaltung und was sonst noch so anfällt. Ich bin froh, dass ich ihr helfen kann auch wenn das eher Haushalten als Farmarbeit einschließt. Aber mal ehrlich 37°C?! Da bleibe ich gerne im klimatisierten Haus.

Am Mittwoch waren wir dann in Trangie, dem Ort in dem die Kids zur Schule gehen, da Ellie ein paar Stunden mit ihren Freundinnen verbringen wollte. Wir sind in den örtlichen „swimming pool“ gegangen, wir würden es wahrscheinlich Freibad nennen und hatten echt einen schönen Nachmittag.  Grundsätzlich kann ich eigentlich überall mitfahren, was großartig ist da ich so mehr zu sehen bekomme und Zeit mit Australiern verbringe. Heute waren wir in Narromine, da Luke ein Cricket Spiel hatte und haben ein bisschen mit den anderen Leuten gequatscht.

Die Kakadus freuen sich über den Pool :) Auf dem Weg zum Schulbus Der Pool in Trangie Muuuu Farmsafari 

 

 

Good by mum and dad, hello farm life!

09März2015

Nachdem ich meine Ellis beim Flughafen abgesetzt hatte, fuhr ich mehr oder weniger direkt (hat mich dank Melbourner Verkehr mal wieder 40 Minuten mehr gekostet) zu meinem Hostel in St. Kilda. Der Plan für den nächsten Tag war, sich bis nach Canberra durchzukämpfen (6,5h) und dort eine Nacht zu bleiben. Aus dem Hin und Her auf  Gumtree ist letztendlich dann aber doch nur Doug, ein Engländer geworden. Alle anderen hatten entweder kurzfristig doch einen anderen Plan, es hat gar nicht gepasst oder  man hat sich gar nicht mehr gemeldet. Naja wir hatten trotzdem jede Menge Spaß.

Der Lonely Planet hat leider kein Gutes Stück an Canberra gelassen und so waren wir gespannt was auf uns wartete. Und übertrieben hat die Backpackerbibel definitiv nicht. Da wir erst ziemlich spät angekommen sind, haben wir auf der Fahrt entschlossen in Canberras einzigem Nationalpark zu campen. Am nächsten Morgen sind wir dann zurück in die Stadt und haben uns auf die Suche nach einem Kaffee gemacht. War gar nicht so einfach an einem Sonntag. Nachdem dieses Ziel erreicht war sind wir dann zum „House of Parliament“ gefahren und haben mal wieder etwas Kultur auf dem Plan gehabt. War sogar gar nicht mal schlecht. Und dann hat es aber SO RISCHTIG angefangen zu regnen! Leider hat sich das bis Sydney auch so hingezogen. So sollte ich zwar in Bondi Beach übernachten aber einen der bekanntesten australischen Strände nicht unbedingt genießen. Im Hostel hatte ich ziemlich coole Zimmergenossinnen aber das war auch schon das positivste am Hostel. Bin dann mal wieder im Kino gelandet ;)

Am letzten Abend in Barwon Heads haben mir dann noch 2 Farmen gemailt, eine am an der Grenze zu South Australia (definitiv zu weit weg) und eine in der Nähe von Dubbo, ca. 6,6h von Sydney aber zumindest etwas auf dem Weg zurück nach Brisbane. Und ja da bin ich jetzt seit 5 Tagen. Für mich hat sich das hier schon als „im Nichts“ herausgestellt von daher bin ich froh das ich mich nicht für die andere entschieden habe :D Ist trotzdem mega cool. Die Farm ist ca. 14.500 Hectar groß, 500 Rinder, um die 2000 Schafe + Felder für Weizen, Kichererbsen und noch irgendwas, konnte ich allerdings nicht behalten. Also schon etwas Ordentliches. Kate und Greg haben drei tolle Kinder, Luke (im April 11), Ellie (9) und Cam (5) sowie drei Hunde. Unter anderem ein kleiner nerviger Jack Russel Mix. Achja und dann sind da noch ein paar Hühner, eine Katze und ein Pferd. Will ja schließlich auch jeder erwähnt werden. Ich hab mein eigenes Zimmer im Haus, ist vielleicht nicht das schönste aber zumindest habe ich ein riesen Bett.

Ich helfe Kate vor allem im Haus und Garten, fahre die Kids morgens zur Bushaltestelle, füttere die Hühner und Hunde und koche/backe des Öfteren.  Greg ist den ganzen Tag unterwegs, arbeitet in den einzelnen Paddocks und verbessert das Gelände. Am Mittwoch hatte ich dann gleich einen guten Tag erwischt, wenn auch einen ziemlich heißen, denn  ein Truck voller Schafe wurde beladen und später kamen dann noch zwei Trucks für ca. 150 Rinder. War jedenfalls mal was neues. Hier haben die Tiere zumindest ausreichend Platz bevor es auf den Hänger geht. Außerdem geht Greg gut mit den Tieren um, selbst beim Beladen wenn es durchaus etwas hektischer zugeht. Den Pool habe ich auch schon eingeweiht und muss sagen, ja den kann man hier draußen schon gut gebrauchen. Außerdem habe ich ein MASSIVES Auto zur Verfügung gestellt gekriegt, Aber seht selbst :D Ist vielleicht ein bisschen rustikal, macht aber Spaß. Man muss schließlich nicht immer Angst haben, dass irgendetwas abfällt.

Von dem Gelände habe ich bisher nur einen Bruchteil gesehen, dafür aber jede Menge Vögel, Kängurus und auch schon eine Braunschlange, die Joe aber leider mit dem Pick-Up vor mir überfahren hat. -.- Also steht die lebendige Schlange immer noch auf meiner To-Do Liste. Außerdem habe ich jetzt, nach 6 Monaten in Australien, eine volle Nase bzw eine Erkältung die ich glücklicherweise aber relativ schnell in der Griff bekommen habe.

In der nächsten Zeit kommen immer mal wieder Leute zum arbeiten auf die Farm und so haben wir eines der Gebäude auf dem Gelände „bezugsfertig“ gemacht. Ich hätte das wahrscheinlich komplett renoviert. Die Wände waren zwar schon frisch gestrichen, allerdings habe ich eine Millionen Spinnen + Netze abgesaugt und die Mäuse haben auch ihr bestes im Haus gegeben. Gut, dass ich da nicht eingezogen bin :D

Ansonsten helfe ich Greg wo ich kann, schließlich kann ich die Maschinen ja noch nicht bedienen und das ist ja nicht ganz ungefährlich. Dafür haben wir gestern den Vollmond aufgehen sehen was wirklich atemberaubend ist. Leider wirkt das auf Fotos überhaupt nicht und deshalb müsst ihr das selbst mal sehen. :D

Melde mich wieder wenn’s was neues gibt und versuche so viele Fotos wie möglich hochzuladen, aber leider neigt sich meine freie Kapazität dem Ende

Irgendwie das einzige Foto von Doug :D Parliament HouseNur ein winziger Teil des riesigen GebäudesBella :) Booser steht ungefähr 14 Stunden am Tag vor den Hühnern :D Nur ein Teil des Jamea Hauses Der Troopy Pool und Garten  Määh :D Road Train Verladestation :)

Sydney Flashback, Blue Mountains und noch mehr Roadtrips

26Feb2015

Unseren letzten Abend in Sydney sind wir noch mal in unserem "Lieblingsrestaurant" dem Pony im Stadtteil "The Rocks" essen gegangen. Sensationell! Wenn ihr mal in Sydney seit, schaut da mal vorbei. Nachdem wir direkt mal aufgefallen sind, da wir scheinbar die einzigen Aperol Spritz Trinker überhaupt sind. Einer der anderen Kellnerinnen ist nämlich in 4 Monaten gar kein Aperol untergekommen und dann in 4 Tagen gleich 2 mal :D 

Im Zuge des Chinesischen Neujahrs standen dann am Dawes Point, quasi direkt neben der Harbour Bridge, Laternen in Form der chinesischen Terracotta-Armee, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Bunt beleuchtet und mit tollem Blick sowohl auf das Opernhaus als auch die Harbour Bridge und außerdem in einer Ecke Sydneys, die wir so noch gar nicht gesehen hatten! Auf dem Weg zu den Soldaten waren nämlich Restaurants im Stil unserer Speicherstadt-Bauten in Hamburg. Aber leider hatten wir ja schon gegessen. 

Am nächsten Tag haben wir dann ausgecheckt, in einer Lüneburger Bäckerei Brötchen geholt (JA RICHTIGE BRÖTCHEN) und sind zu den Blue Mountains gefahren. Nach 5 Sterne Hilton dann -3 Caravan Park Cabin in Katoomba, wie Mama es so schön passend formuliert hat. Aber lustig war's :D 
Den Tag über sind wir dann mit einer Seilbahn gefahren und mit der steilsten Bahn der Welt. 52° Winkel um genau zu sein, allerdings nur rauf :D Für runter waren wir dann zu feige, haha. Jetzt bereue ich das leider ein wenig. Das ganze nennt sich Scenic World und zusammen mit einer Strecke durch den Wald hat man dann schon eine ganz ordentliche Attraktion. 

Dafür, das wir 4 Tage nach Sydney gefahren sind, hat es zurück nur eine Übernachtung gebraucht. Dank dem Highway und einem guten Fahrtag lief alles wie geschmiert und so waren wir nach einer Übernachtung in Albury wieder in Melbourne... im Stau/Stadtverkehr. Der Plan war die nächsten Tage auf der Mornington Peninsula zu verbringen bevor wir am 22. in unser gemietetes Haus in Barwon Heads einziehen konnten. Wir haben dann zwei Nächte in Mornington verbracht und haben aufgrund des Wochenendes ziemliche Probleme gekriegt, einen Schlafplatz zu finden. Dank der großartigen Hilfe von Sandra im Visitor Centre in Dromana haben wir dann aber doch noch eine kleine Suit auf einem Golfplatz bekommen. Mama hatte auch nur bei den Wolldecken mal wieder was zu meckern aber man kann das ja schlecht als Priorität angeben wenn alles ausgebucht ist :D

Die Zeit auf der Peninsula haben wir mit schwimmen, rumfahren und ein paar Wineries ausgefüllt (natürlich nicht in der Reihenfolge!), die ich irgendwie alle doof fand. Warum auch immer, nicht meine Lieblingsregion bisher. 
Samstag abend hatten wir dann noch ein unerwartet gutes Essen in einem Restaurant, das mehr aussah wie eine Alternative-70er Studentenbude mit mexikanischen Einschlag als ein ernstzunehmendes Restaurant. Die Kellner alle höchstens ein paar Jahre älter als ich aber sensationelles Essen!

Am nächsten Tag sind wir dann mit der Fähre nach Queenscliff übergesetzt, da wir ansonsten einmal um Port Philip hätten herumfahren müssen. Und dat wollten wir ja nisch.
In Queenscliff sind wir dann nochmal über den localen Markt gelaufen bevor wir dann nach Barwon Heads zu unserem kleinen Häuschen gefahren sind. Ein bisschen schlecht geputz (Statement von zwei Appartement-Vermietern ;D) aber ansonsten super schön eingerichtet und in guter Lage.
Mein Auto hat in der zwischenzeit fürchterlich angefangen zu quietschen, was uns allen auf den Senkel geht aber der Ursprung ist noch nicht gefunden. Hoffentlich aber bald... Sonst krieg ich einen an der Klatsche!

Wir nutzen die Zeit alle um ein bisschen zu relaxen, Sachen zu regeln für die man Wifi braucht oder auch einfach nichts zu tun. Wifi war auch noch so eine Sache, hat zwar alles funktioniert aber irgendwie doch nicht. Also kam Jon, der Mann von unserer Vermieterin dann am nächsten Tag vorbei, direkt mit Telefon am Ohr und hat mit der Hotline daran rumgetüftelt und dann gings. Hatte irgendwie trotzdem das Gefühl, dass der erst dachte wir haben uns das Problem selbst geschafft. Nach zwei Worten war er dann auch genauso schnell wieder los. 

In Geelong waren wir dann auch noch ein bisschen bummeln, das Wetter war allerdings relativ schlecht und das sollte auch noch die nächsten Tage so bleiben.
Gestern sind wir dann die Great Ocean Road gefahren und haben uns, in Nordfriesenmanier, natürlich nicht von son paar Wolken und ein bisschen Wind den Tag versauen lassen. Am Ende der Strecke, bei den Zwölf Aposteln wartete für meine Eltern ja noch eine etwas größere Überraschung. Ich hatte nämlich schon seit der letzten Great Ocean Road Tour die Idee, den Helicopterflug, für den man in letzter Minute doch immer zu knauserig war, endlich umzusetzen. Ich musste also den ganzen Tag meine Klappe halten und habe fast einen innerlichen Anfall gekriegt als mir klar wurde, dass wir nicht zu der angegeben Zeit erscheinen konnten. Glücklicherweise war es dann aber kein Problem und so waren wir eben etwas später in der Luft als geplant.

Die Überraschung war natürlich groß und auch ich war aufgeregt, war ja schließlich auch mein erster Helicopterflug. Unser Pilot hat den Wind gut im Griff gehabt und der Flug war trotz des bedeckten Wetters ein voller Erfolg und definitiv eine Erfahrung an die wir uns glaube ich gerne zurückerinnern werden. Die letzten zwei Tage ruhen sich die beiden jetzt noch aus, der lange Flug ist ja schließlich unumgänglich und ich verbringe noch eine Nacht in Melbourne bevor es nach Bondi Beach geht um auf Arbeitssuche zu gehen. Vielleicht findet sich ja auch noch ne Farm für die letzten Monate. Im Anschluss findet ihr die komplette Mitza-Route, da ich in der Blogkarte ja immer nur einen Standort markieren kann.

So jetzt seid ihr erstmal wieder auf dem neusten Stand und müsst auf den nächsten Eintrag warten. Hoffe ihr hattet Spaß mit diesem, bis zum nächsten Mal!

Feuerwerk!! Cuties :D Opera-House-Foto darf natürlich nicht fehlen Terracotta-Warriors Meine Liebsten :* Die alte Bahn Hehe :D Bower Birds Nest!!! Sydney Trip Great Ocean Road number two  The Rocks - Mornington Red Hill Estate die Kokosnuss-Geschichte ist ausgeartet :D Co-Piloten Paps hatte die Panorama-Aussicht Heli-Selfie :D laaaange geplant Yeaiii überlebt

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